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Zwischen Bass & Barriere

Es gibt diesen Moment kurz vor dem ersten Song.
Das Licht ist noch nicht ganz da, der Raum hält den Atem an, irgendwo klackt ein Plektrum auf den Boden. Ich stehe im Fotograben, Kamera in der Hand, und merke: Eigentlich geht es hier gar nicht um Bilder.

Es geht um Nähe.
Um diesen schmalen Streifen zwischen Bühne und Publikum, zwischen Lärm und Stille, zwischen dem, was gezeigt wird, und dem, was passiert, wenn niemand hinschaut.

Ich habe lange geglaubt, dass das, was zählt, laut sein muss. Sichtbar. Schnell. Optimiert.
Mehr Posts. Mehr Reichweite. Bessere Hooks. Sauberere Bilder.

Und irgendwann habe ich gemerkt:
Je perfekter alles wurde, desto weniger habe ich mich selbst darin wiedergefunden.

Instagram ist ein gutes Werkzeug. Aber es ist kein Ort.
Kein Ort für Zweifel. Kein Ort für Umwege. Kein Ort für Gedanken, die keinen klaren Zweck erfüllen. Alles dort will etwas von dir – Aufmerksamkeit, Reaktion, Geschwindigkeit.

Diese Seite ist entstanden, weil ich einen Raum brauchte, der nichts von mir verlangt.

Hier darf etwas liegen bleiben.
Ein Gedanke, der keinen Abschluss hat.
Ein Bild, das nicht perfekt ist.
Eine Geschichte, die nicht erklärt, sondern einfach erzählt.

„Zwischen Bass und Barriere“ ist kein Blog im klassischen Sinne.
Es ist eher ein Notizbuch. Ein Logbuch. Manchmal ein Tagebuch.
Manchmal Technik, wenn sie Teil der Geschichte ist.
Meistens aber das, was dazwischen passiert: vor dem ersten Song, nach dem letzten Akkord, irgendwo hinter der Bühne oder in einem stillen Moment danach.

Ich werde hier nicht regelmäßig liefern.
Ich werde nicht erklären, wie man bessere Fotos macht, wenn es sich nicht gerade richtig anfühlt.
Und ich werde nichts schreiben, nur um sichtbar zu bleiben.

Was hier auftaucht, taucht auf, weil es bleiben wollte.

Wenn du bis hierher gelesen hast und das Gefühl hast, dass du genau solche Texte vermisst hast, dann bist du hier richtig.
Wenn nicht, ist das auch okay.

Das hier ist kein Feed.
Kein Produkt.
Kein Versprechen.

Nur ein Ort.